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Schimpansen-Safaris in Uganda & Tansania

Die Schimpansen sind eine Gattung aus der Familie der Menschenaffen und die nächsten Verwandten des Menschen. In Uganda und Tansania können Sie sich den Schimpansen auf einer Wanderung nähern und ihr Verhalten in der freien Wildbahn beobachten. An verschiedenen Orten der Länder ist es möglich, die Tiere zu besuchen. Der Besuch erfolgt nicht auf eigene Faust, sondern in geführten Gruppen von maximal 8 Personen und bedarf einer Genehmigung.

Budongo Forest Reserve

Das Budongo Forest Reserve ist ein Wildschutzgebiet im Nordwesten Ugandas. Im Süden grenzen die Wälder des Budongo an den Murchison Falls Nationalpark. Budongo ist nicht nur der größte Mahagoniwald in Ostafrika sondern auch die Heimat der größten Population an Schimpansen in Uganda.

Touristische Hauptattraktion ist das Ökosystem um Kaniyo Pabidi und Busingiro. Kaniyo Pabidi liegt geografisch innerhalb der Grenzen zum Murchison Falls Nationalpark. Das Gebiet umfasst einen 115 km großen Landstrich außerhalb des Budongo Waldes. Seine Abgeschiedenheit dient wilden Tieren wie Löwen, Leoparden und Afrikanischen Büffeln gelentlich als Rückzugsort. Am frühen Morgen kann man die Tiere am besten dabei beobachten, wenn sie das Salz aus den seichten Waldtümpeln auflecken. Auch das Wasser des Waiga Flusses bietet den Tieren des Waldes eine kühle Erfrischung.

Kibale Forest Nationalpark

Kibale ist der zugänglichste der großen Regenwälder Ugandas. Hier leben nicht weniger als 13 Primatenarten, darunter der seltene Rote Colobus und die Vollbartmeerkatze. Die Hauptattraktion des Parks ist aber die Möglichkeit, im Park lebende Schimpansen aufzuspüren und zu beobachten – diese dem Menschen näher als irgendeine andere Kreatur verwandten Tiere bereiten dem Beobachter höchstes Vergnügen, wenn sie auf Früchte tragenden Bäumen miteinander spielen und streiten.

Kyambura Schlucht

Eine der größten Schimpansen Populationen findet sich in der Kyambura Schlucht, die sich im östlichen Teil des Queen Elizabeth Parks befindet.

Im Laufe der Zeit hat sich der Kyambura Fluss sein Bett immer tiefer in den Felsen gegraben und so gleichzeitig einen abgeschlossenen Lebensraum für die Schimpansen geschaffen.  Beiderseits des Flussufers befindet sich ein Regenwald und bietet den Tieren einen idealen Lebensraum.

Neben Kibale Forest bietet die Kyambura Schlucht die größte Wahrscheinlichkeit die Tiere zu sehen, da sie einen eng begrenzten Lebensraum haben und somit leicht entdeckt werden können. Jeden Tag um 8:00 und 13:00 starten die Gruppen vom Fig Tree Camp aus auf Erkundungstour. Manchmal ist es möglich, sich den Tieren bis auf wenige Meter zu nähern.

Semliki Nationalpark

Im Westen, nicht weit von Fort Portal an der Straße Richtung Semliki Nationalpark liegt das Semliki Wildlife Reservat, ein 558 qkm großes Tierschutzgebiet zwischen dem Albertsee und den nördlichen Ausläufern des Rwenzori-Gebirges. Es ist ein reiches Mosaik von Grasland, Savanne, Wald und Feuchtgebieten, entsprechend ist die Fauna vielfältig: Der Ugandische Kob ist das häufigste große Säugetier, man trifft aber auch auf Waldelefanten, Schimpansen, Büffel, Leoparden sowie verschiedene Affen und Antilopen. Es gibt 400 erfasste Vogelarten, den Schuhschnabelstorch kann man am Albertsee regelmäßig ganz aus der Nähe betrachten. 

Mahale-Mountains Nationalpark

Eine Kette dramatischer, in üppige Wälder gehüllte Gipfel beherrscht den tief darunter gelegenen See mit seinen halbmondförmigen azurblauen Buchten, deren aus dünnen Locken von weißem Sand gezierte Ufer wie Seide glänzen. Wie sein nördlicher Nachbar Gombe bietet auch der Mahale-Nationalpark in Tansania den letzten frei lebenden Schimpansen Afrikas ein Refugium. Rund 1000 dieser faszinierenden Tiere durchstreifen die Berge und Täler des abgeschiedenen Regenwaldes. Der Mahale Mountains Nationalpark ist 1613 qkm groß und liegt an den Ufern des Tanganjikasees in Westtansania.

Ein Ausflug zu den Schimpansen ist ein magisches Erlebnis. Die erfahrenen Augen Ihres Führers erkennen die Behausungen der vergangenen Nacht: schattige Klumpen hoch oben in einer Gruppe von himmelwärts drängenden Bäumen. Die Überreste halbgefressener Früchte und frischer Kot werden zu wertvollen Hinweisen, die Sie tiefer in den Wald führen. Schmetterlinge flirten im gebrochenen Licht der Sonne. Und plötzlich finden Sie sich mitten in einem Schimpansenalltag. In Gruppen zusammenhockend säubern sich die Tiere gegenseitig das glänzende Fell, schnattern laut oder klettern mühelos in die Bäume, wo sie lässig durch die Lianen schwingen.

Gombe-Stream Nationalpark

Gombe ist ein dünner Streifen uralten Waldes in Bergen, die von tiefen, sich an die Ufer des Tanganjikasees klammernden Tälern zerfurcht werden. Die Schimpansen trinken von den sich in den See stürzenden Bächen. Nachts erleuchten die Laternen hunderter kleiner Holzboote den Horizont, als ob sich dort eine Stadt ausbreitete. Im Gombe-Nationalpark können Sie den Vertretern der bekanntesten Schimpansengemeinde der Welt begegnen: Seit 1960 werden diese Tiere von der berühmten britischen Pionierforscherin Jane Goodall ständig beobachtet; ihre Studien sind damit die längsten ihrer Art.

Gombe ist ein Ort der Persönlichkeit. Schimpansen sind ebenso einzigartig wie Menschen, und es bedarf keiner wissenschaftlichen Erfahrung, um die Rollen im Schauspiel auszumachen: Das je verschiedene Repertoire an Keuchen, Heulen, Grunzen und Schreien unterscheidet die Stars von den wichtigen Nebenrollen und diese von den „ferner spielten“. Wenn Sie einem Schimpansen in die Augen schauen und er Sie seinerseits mustert, erleben Sie vielleicht unverhofft einen Moment gegenseitigen Erkennens und Verstehens – unser engster Verwandter in der Tierwelt teilt mehr als 95 % seiner Gene mit uns.

Die meisten Säugetiere im Park sind Menschenaffen, zumeist Waldaffen. Neben den berühmten Schimpansen lassen sich auch farbenprächtige Rote Stummelaffen und Diademmeerkatzen gut beobachten. Wegen der Seltenheit von Raubtieren ist der Gombe-Nationalpark ideal für Wanderungen.