Gonarezhou Nationalpark

Eines der letzten echten Wildnis-Gebiete in Afrika.

Mit einer Fläche von über 5000 Quadratkilometern ist der Gonarezhou Nationalpark im Südwesten Simbabwes der zweitgrößte Nationalpark des Landes und grenzt an Südafrika und Mosambik.

Gonarezhou bedeutet in der Sprache der Shona „heiliger Ort der Elefanten“. Leider wurden Elefanten und andere Wildtiere Anfang des 20. Jahrhunderts durch Jagd und Wilderei stark dezimiert. Inzwischen haben sich die tierischen Bewohner aber wieder an Besucher gewöhnt, dennoch sind sie in dem riesigen Areal nicht immer einfach zu finden. 

Neben einer Vielfalt von Wild- und Raubtieren findet man im Park auch seltene Arten, wie die Nyala Antilope, Suni und Blue Duiker und die vom Aussterben bedrohten Wildhunde. In den letzten Jahren wurde viel getan, um den Wildbestand aufzustocken und es wurden vor allem Nashörner und Elefanten angesiedelt. Büffelherden grasen wieder im  Park, der im Einzugsgebiet der Greater Limpopo Transfrontier Conservation Area liegt, zu der auch der Krüger Park in Südafrika gehört. Seit Öffnung der Grenzzäune können die Tiere im gesamten Gebiet frei hin- und herwandern.

Drei große Flüsse durchziehen den Park und gestalten die abwechslungsreiche und spektakuläre Landschaft mit felsigen Klippen, sandigen Flusstälern und weitem Grasland. Er bietet auch exzellente Vogelbeobachtung mit über 400 Vogelarten.

Am nördlichen Rand des Gonarezhou Nationalpark liegt das größte private Wildschutzgebiet Afrikas. Es wurde gemeinsam von einheimischen Landbesitzern gegründet, um die Artenvielfalt Zimbabwes zu erhalten. Dank zusätzlicher internationaler Hilfe beheimatet das Gebiet inzwischen erfolgreich einen großen Wildbestand. Besonders Breit- und Spitzmaul Nashorn konnten hier wieder angesiedelt werden, sowie Elefanten aus dem benachbarten Nationalpark.