Lower Zambezi Nationalpark

Dieser Nationalpark an den Ufern des mächtigen Sambesi-Flusses ist landschaftlich einer der schönsten in Afrika. Besonders schön sind Boots- und Kanutouren auf dem fast menschenleeren Fluss.

Der Lower Zambezi Nationalpark liegt zwischen eindrucksvollen Steilhängen im Norden und dem mächtigen Sambesi-Fluss im Süden. Die Steilhänge sind eine natürliche Grenze für die Wildtiere, die sich vor allem in den Steppen und den üppigen Wäldern an den Ufern des Sambesi aufhalten. Der Park hat eine Fläche von mehr als 4.000 Quadratkilometern. Zu ihm gehört auch ein ca. 120 km langer Flussabschnitt des Sambesi, der sich seinen Weg über die Viktoriafälle und den Kariba Damm bis zum Indischen Ozean bahnt.

Von Lusaka aus kann der Park mit dem Jeep nur in der Trockenzeit erreicht werden. Am besten erreicht man den Lower Zambesi das ganze Jahr über mit dem Kleinflugzeug. Von Lusaka dauert ein Flug etwa 35 Minuten, von Mfuwe etwa 1 Stunde.

(c) Martina Hirschberg
(c) Martina Hirschberg

Im Lower Zambezi Nationalpark leben viele unterschiedliche Arten von Wildtieren mit einer hohen Populationsdichte. Große Herden von Büffeln und Elefanten werden oft gesichtet. Auch Löwen und Leoparden kann man auf Pirschfahrten gut beobachten. Ein besonderes Highlight des Parks ist der Sambesi, der - anders als der Luangwa - das ganze Jahr über mit Wasser gefüllt ist. Neben Pirschfahrten durch den Park kann man hier auch angeln oder Kanu fahren. Die meisten Camps bieten neben Fußsafaris und klassischen Pirschfahrten auch Aktivitäten rund um den Fluss an. Ein Besuch in Lower Zambezi Nationalpark ist eine fantastische Ergänzung zu einer Safari im Luangwa Valley.

(c) Martina Hirschberg
(c) Martina Hirschberg

Der Lower Zambezi Nationalpark ist noch recht jung. Erst 1983 wurde er für touristische Besucher als Nationalpark eingerichtet. Seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist er zu einem beliebten Reiseziel für Gäste geworden, die auf der Suche nach unberührter Natur und landschaftlicher Schönheit sind. Es gibt nur wenige Camps im Nationalpark und kein ausgebautes und ganzjährig befahrbares Straßennetz. Das macht einerseits den besonderen Charme dieses Nationalparks aus, bedeutet aber auch, dass der Lower Zambezi aufgrund der nicht immer befahrbaren Straßen nur in der Trockenzeit ein wirklich gutes Reiseziel ist, also von April bis November.

Wenn die Regenzeit vorbei ist, präsentiert sich dem Besucher eine üppige und satt grüne Vegetation, die mit den Monaten fast vollständig austrocknet und den Blick auf fantastische Tierbestände frei gibt.