Nationalparks in Sambia

Sambias Nationalparks sind für passionierte Fotografen ein Hochgenuss. Aber auch für alle, die auf der Suche nach außergewöhnlichen Safarierlebnissen sind.

In Sambia gibt es insgesamt 19 Nationalparks. Die berühmtesten unter Ihnen sind Lower Zambesi und South Luangwa. Zusammen mit den berühmten Viktoriafällen im Süden nahe der Stadt Livingstone bilden diese beiden Nationalparks die touristischen Hauptattraktionen des Landes. Ein Besuch dieser drei Regionen ist aufgrund des vielfältigen Angebots an Freizeitaktivitäten ein Muss für jeden Besucher und beschert Ihnen ein unvergessliches Safari-Erlebnis. Wenig bis gar nicht touristisch erschlossen, aber nicht minder für den Wildschutz bedeutsam sind auch die anderen Nationalparks des Landes. 

Zum Beispiel der weit im Westen Sambias liegende Liuwa Plain Nationalpark mit seiner ursprünglichen, unberührten Wildnis. Die Prärien dienen oft als Kulisse von dramatischen Stürmen, weshalb der Nationalparks vor allem bei passionierten Landschaftsfotografen als Geheimtipp gilt. Der Park beherbergt bemerkenswert große Herden an Gnus, vor allem im November. Antilopen, Wildhunde, Löwen, Hyänen, Schakale, Servals und Wildkatzen leben hier. Der Park ist sehr ursprünglich, es keine Einrichtungen für Besucher oder Straßen. 

Der Sioma Ngwezi Nationalpark liegt in der Südwestecke Sambias und ist völlig unentwickelt. Der Park wird von einer Game Management Area (GMA) umgeben. Damit sich die Wildtiere zwischen den beiden Bereichen frei bewegen können, gibt es keine Zäune. Der Sioma Ngwezi beherbergt Herden von Elefanten, Wildhunde, Antilopen, Geparden und Zebras. Wilderei war und ist ein Problem. Es gibt sehr wenige Straßen und keine dauerhaften Möglichkeiten und Einrichtungen für Touristen, den Park zu besuchen.

Der Kafue Nationalpark ist Sambias ältester und größter Park und der zweitlängste auf der Welt. In dem infrastrukturell wenig entwickelten Park gibt es unterschiedliche Landschaftsformationen und 3 große Flüsse fließen durch ihn hindurch. Er besitzt eine große Vielfalt an den Antilopenarten. An Raubtieren finden sich Löwen, Leoparden, Geparden und kleinere Fleischfresser. Es gibt sehr viele Nilpferdherden, die in den Flüssen leben. Vogelliebhaber kommen in Kafue voll auf Ihre Kosten. Der Kafue- und der Lungafluss sind exzellente Angelorte, genauso wie der Itezhi-Tezhi-Dam, ein 370 Quadratkilometer langer Anglertraum.

Der Blue Lagoon Nationalpark in der Nähe von Lusaka ist weitaus unentdeckt und ziemlich atemberaubend. Die riesengroße Prärie ändert sich vom trockenen Gras-Flachland in der trockenen Jahreszeit zu einem Wassermärchenland in der nassen Jahreszeit. Der Park ist erst kürzlich eröffnet worden. Ein fantastisches Vogelleben kann dort beobachtet werden.

Der Lochinvar Nationalpark ist ein sehr schöner, kleiner Park mit Feuchtgebieten und einem hervorragenden Vogelleben (428 Arten, die in diesem kleinen Gebiet leben, fast eine Vogelart pro Kilometer, was wirklich erstaunlich ist). Der Süden des Parks ist von bewaldeten Ebenen gekennzeichnet. Um die Tiere gut beobachten zu können, eignet sich die Trockenzeit besonders gut, um das Vogelleben beobachten zu können, eignet sich die Regenzeit am besten.

Das Nyika Plateau befindet sich an der Ostspitze von Sambia und liegt in einem schönen Hochlandgebiet. Es gibt hier fantastische Aussichten von 2000 Meter über dem Meeresspiegel. Es hat  ein angenehm warmes Klima im Vergleich zu der Hitze des Tales. Die Landschaft besteht aus offenen rollenden Weiden mit Tälern, grünen Sträuchern, Hängen von wilden Blumen und grünen Hügeln. Es gibt auch Felsformationen und kleine tropische Wälder. Der Park ist das ganze Jahr über geöffnet.

Die Sümpfe rund um den Lake Bangweulu sind ein Schutzraum für viele Wildtiere  und Vögel. Der Shoebill-Storch und andere seltene Vogelarten können hier gefunden werden. Die Schwarze Moorantilope ist einzigartig in den Überschwemmungsgebieten und die schüchterne Sitatunga kann auf den Schilfrohrbetten spazieren gehen. Andere Tiere wie Elefanten und Büffel kommen nur, wenn das Wasser zurückgetreten ist. Alle Reisen in die Sümpfe werden in einem Boot gemacht.

Am nördlichen Zipfel Sambias und an den Ufern des Lake Tanganyika liegt der Sumbu Nationalpark mit seiner atemberaubenden Landschaft, sandigen Stränden, klippen und kleinen Buchten mit Tälern und felsigen Hügeln. Hier kann man ausgezeichnet Angeln und mit Tauchgeräten schwimmen. Der Fluss Lufubu bahnt sich seinen Weg durch den Park in ein Tal mit 300m hohen Steilhängen an beiden Seiten. Es gibt beträchtliche Wildschutzgebiete an den Nordwestgrenzen. Der Park ist inzwischen von den abnehmenden Tierbeständen in der Vergangenheit genesen. Tierbeobachtungen werden aber nicht garantiert.