Länderinfos Namibia

Botschaft

Botschaft der Republik Namibia
Reichsstraße 17 
14052 Berlin
Tel.: 030 / 25 40 95 0
Fax: 030 / 25 40 95 55
www.namibia-botschaft.de

Einreise

Kinder, egal welchen Alters, benötigen eigene Reisedokumente und Eintragungen im Reisepass der Eltern werden nicht mehr akzeptiert. Für Touristen nachfolgend genannter Länder besteht keine Visumspflicht. Der Reisepass muss lediglich eine Gültigkeit von sechs Monaten über das Rückreisedatum hinaus haben. Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen für die Einreise nach Namibia kein Visum.  

Es ist derzeit gängige Praxis an namibischen Grenzkontrollstellen, bei der Ein- und Ausreise minderjähriger Kinder die Sorgerechtslage zu prüfen. Personen unter 18 Jahren müssen neben dem Reisepass eine Geburtsurkunde vorweisen können, in der die Eltern aufgeführt sind. Um Schwierigkeiten bei der Ein- und Ausreise zu vermeiden, wird daher bis auf Weiteres empfohlen, internationale Geburtsurkunden, bzw. gegebenenfalls beglaubigte englische Übersetzungen mitzuführen. Kurzfristige Änderungen der Bestimmungen oder abweichende Auslegungen durch einzelne Dienststellen können nicht ausgeschlossen werden. Detaillierte und verbindliche Informationen erhalten Sie bei der für Ihren Wohnort zuständigen namibischen Auslandsvertretung (Stand dieser Information: Januar 2017).

Deutsche Touristen können - sofern ihr Aufenthalt 90 Tage pro Kalenderjahr nicht übersteigt und sie keine Tätigkeit aufnehmen - ohne Visum einreisen. Ein gebührenfreier Einreisestempel (Visitors Entry Permit) bei kurzfristigen (bis 90 Tage pro Kalenderjahr) touristischem oder geschäftlichem Aufenthalt ohne Arbeitsaufnahme wird bei Ankunft an allen offiziellen Grenzübergängen erteilt. Dies gilt auch für Inhaber von Diplomatenpässen. Inhaber von Dienstpässen sollten sich vorab sicherheitshalber ein Visa von der namibischen Botschaft in Berlin erteilen lassen.

Es wird darauf hingewiesen,  dass die mit dem "Vistors Entry Permit" (Einreisestempel) erteilte Aufenthaltsgenehmigung häufig einen Zeitraum von weniger als 90 Tagen umfasst. Es wird daher dringend empfohlen, sofort bei Einreise zu kontrollieren, ob mindestens soviele Aufenthaltstage genehmigt wurden wie tatsächlich benötigt. Eine - auch unbeabsichtigte - Überziehung der Aufenthaltsgenehmigung kann zur Verhängung drastischer (Haft-) Strafen führen.

Quelle: Auswärtiges Amt

Elektrizität

Das Stromnetz ist auf 220/240 Volt Wechselstrom ausgelegt. In Namibia werden 3-polige Stecker benutzt. Die entsprechenden Zwischenstecker (Adapter) können im Land in jedem größeren Supermarkt oder an vielen Tankstellen gekauft werden.
Vielfach werden bei den Unterkünften auch Adapter leihweise angeboten.
In größeren Hotels sind oft schon Euro-Norm Steckdosen vorhanden.

Gästefarmen und Lodges, die wegen der Entfernung nicht an das Öffentliche
Stromnetz angeschlossen sind, produzieren ihren Strom mit Generatoren selbst. Deshalb steht dieser nicht 24 Stunden am Tag mit voller Leistung zur Verfügung.

Gesundheit

Die medizinischen Dienstleistungen haben in Namibia einen sehr hohen Standard. Allerdings stehen die meisten Dienstleistungen nur in den großen Städten zur Verfügung. Notfälle und Unfälle, die in abgelegenen Gebieten geschehen, ziehen hohe Kosten nach sich, wenn man zu den großen Städten transportiert werden muss. Gästeeinrichtungen sollten in der Lage sein, diese Dienstleitungen zu organisieren, wenn danach verlangt wird.    

Ärzte & Krankenhäuser

Die medizinische Versorgung in den Groß- und Kleinstädten ist exzellent, besonders in der Hauptstadt Windhoek. Es gibt mehrere private Kliniken, die einen internationalen Standard haben. Die meisten abseits gelegenen Städte haben ein kleines Krankenhaus oder eine Erste-Hilfe-Ambulanz. Sie alle stehen auf der ersten Seite des örtlichen Telefonbuches unter 'Emergency Services' (Notfalldienste). Ärzte werden in den Orange Pages unter 'Classified Medical Listings' (unterteilt nach medizinischen Fachgebieten) aufgeführt. Alternativ dazu können Sie den Betreiber Ihrer Unterkunft fragen, was er/sie empfiehlt. Da Namibia spärlich bevölkert ist und die Abstände zwischen den Städten und Dörfern groß sind, denken Sie daran, dass man manchmal einen ganzen Tag braucht, um zu einem Arzt oder einem Krankenhaus zu kommen.  

Impfungen

Es gibt keine verpflichtenden Impfungen von Reisenden aus Europa. Wenn Sie aus einem Land anreisen, in denen Gelbfieberimpfungen Pflicht sind, ist ein Nachweis der Immunisierung erforderlich. Treffen Sie die entsprechenden Maßnahmen: fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie Ihre Impfungen gegen Polio, Diphterie und Tetanus auffrischen müssen. Es ist auch empfehlenswert Vorsichtsmaßnahmen gegen Hepatitis A und B zu treffen. Leider gibt es keine Impfung gegen Malaria.  

Malaria

Malaria gehört zu einer der gefürchtetsten Krankheiten weltweit. Im südlichen Afrika ist Malaria, gleich nach HIV/AIDS der Hauptverursacher von Krankheit und Tod. In Namibia allerdings gilt dies primär für den nördlichen Teil des Landes, wo der Schutz oft zu teuer ist. Touristen können sich effizient durch ein bisschen Vorausplanung und besondere Vorsicht schützen.

Malaria wird durch den Biss der weiblichen Anopheles-Mücke übertragen, die vorher eine Person gebissen hat, die an Malaria erkrankt ist. Wo es keine Mücken gibt, gibt es auch keine Malaria. Da Namibia nicht so viele stehende Gewässer hat, ist das Risiko einer Malariaübertragung in den meisten Teilen des Landes minimal, oder auf eine bestimmte Zeit im Jahr begrenzt.

Riskante Gebiete sind die Flusswiesen im Norden, Nordwesten und Nordosten. Wenn Sie dorthin reisen möchten, sollten Sie das ganze Jahr über Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Kaokoveld, Etosha National Park, die Otavi-Berge und der Osten, einschließlich das Bushmanland sind Gebiete mit einem mittleren Risiko. Während der Regenzeit wird unbedingt angeraten, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen (November bis April).

Das Risiko im Gebiet zwischen Otjiwarongo und Windhoek ist gering. Das bedeutet aber nicht, dass Sie keinen Mückenschutz benutzen sollten.

Die Küste, die Namib-Wüste und der Süden gelten als fast risikofrei.

Trinkwasser

Obwohl das Kranwasser in Namibia als sicheres Trinkwasser gilt, ist die mineralische und bakteriologische Zusammensetzung eine andere als in Europa, sodass sensible Reaktionen auf das Wasser auftreten können. Das Unwohlsein kann Ihre Reise stark beeinträchtigen. Wir empfehlen, deshalb nur abgekochtes frisches oder abgefülltes gekauftes Flaschenwasser zu trinken. 

Rettungsdienste

Kompetente Hilfe durch eine Ambulanz oder ein Ambulanzflugzeug wird angeboten von

International SOS:

P.O. Box 31220, Windhoek

24-Stunden-Notfalldienst

Tel +264  (0) 61 / 23 05 05

Fax +264  (0) 61 / 24 81 13

Versicherung

Es wird geraten eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, die auch eine Rückführung ins Heimatland abdeckt. Eine solche Versicherungen wird von Reiseveranstaltern und anderen Organisationen angeboten, wie zum Beispiel Kreditkartenfirmen oder Automobilverbänden. Wenn Sie die Versicherung unterschreiben, achten Sie darauf, dass die Kosten für Notfallflüge innerhalb Namibias abgedeckt sind und vorzugsweise direkt geregelt werden. Je nach Strecke kann ein Rettungsdienst durch die Luft schnell mehrere Tausend Namibische Dollar kosten, die Sie unter Umständen sofort Bar oder per Kreditkarte bezahlen müssen.

Ausländische Besucher können auch eine Reiseversicherung direkt in Namibia erwerben. Sie deckt einen Rettungsdienst per Luft innerhalb des Landes ab und ist drei Tage gültig, drei Tage nachdem sie unterschrieben wurde.

Klima

Im Allgemeinen ist es in Namibia sehr trocken und es herrschen angenehme Temperaturen, da das Land teilweise von der Namib bedeckt wird, eine der weltweit größten Trockenwüsten. Der kalte Benguela-Strom hält die Küste kühl, feucht und fast das ganze Jahr über regenfrei. Im Inland fällt der meiste Niederschlag im Sommer (November bis April). Januar und Februar sind heiß, wobei die Tagestemperaturen 40 Celsius überschreiten können. Die Nächte sind in der Regel kühl. In den Winternächten kann es recht kalt werden, dafür ist es tagsüber meist warm und angenehm.

Reisezeit

Namibia ist eine Ganzjahres-Destination mit beinahe 320 Tagen Sonnenschein im Jahr und angenehm warmen Temperaturen. Bitte beachten Sie, dass die Jahreszeiten im südlichen Afrika umgekehrt sind.

Zeitzonen

Sommerzeit: GMT + 2 Stunden ab dem 1. Sonntag im September bis zum 1. Sonntag im April.

Winterzeit: GMT + 1 Stunde ab dem 1. Sonntag im April bis zum 1. Sonntag im September.

Der Winter,  Mai - September ist die trockenste Jahreszeit. Dezember bis März ist die Niederschlagsmenge am höchsten. 

Sprache

Englisch ist seit 1990 die Amtssprache.  80% der Bevölkerung sprechen Oshiwambo, Otjiherero oder eine andere afrikanische Sprache. Ebenso wird viel Afrikaans und Deutsch gesprochen.

 Zahlungsmittel

Der Namibische Dollar ist die offizielle Währung und ist mit dem Südafrikanischen Rand verbunden und gleich. Beide Währungen können in Namibia frei verwendet werden, aber der Namibische Dollar ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in Südafrika. Kreditkarten werden überall im Land akzeptiert, Reiseschecks nicht mehr in jedem Fall. Das beste ist es, für alle Fälle mit mehreren Zahlungsoptionen zu reisen.

Kredit-/ Debitkarte: MasterCard und Visa werden überwiegend akzeptiert. American Express und Diners Club sind weniger im Einsatz. Fragen Sie bei Ihrem Kredit- oder Debitkarteninstitut nach, welche Geschäfte und Dienstleistungen in Frage kommen. Beachten Sie bitte, dass Tankstellen keine Kreditkaten für Benzin akzeptieren. Planen Sie entsprechend Bargeld ein.

Alle Angaben sind ohne Gewähr.