Niassa Wildreservat

Das Niassa Wildreservat, eines der letzten unbekannten Geheimnisse Afrikas.

Durch den Unabhängigkeitskampf und den anschließend 16 Jahre dauernden Bürgerkrieg wurde die Tierwelt des Limpopo Nationalparks stark in Mitleidenschaft gezogen und viele der ursprünglich dort beheimateten Wildtiere zum größten Teil ausgerottet. Seit der Gründung des Great Limpopo Transfrontier Parks die Umsiedlung von 10 verschiedenen Tierarten aus dem südafrikanischen Kruger-Nationalpark begonnen. Neben anderen Tieren sollen Giraffen, Elefanten, Zebras, Gnus und Warzenschweine wieder in Limpopo angesiedelt werden, von denen man einige mit etwas Glück zu Gesicht bekommt. Trockenbuschwälder prägen die Landschaft im Wildreservat, das eine überwiegend flache Oberflächengestalt aufweist. Einige wenige Granitkuppen ragen aus dem Wald und das Dorf Mecula schmiegt sich an einen halbkreisförmigen Berg. Abschnittsweise findet man auch sumpfige Gebiete mit dichtem Bambusbewuchs, vor allem an der Straße in Richtung Nyati Camp, vor. Als landschaftlicher Höhepunkt gilt die offene Flusslandschaft des Lugenda Flusses mit den eigenwilligen Kegelbergen im Hintergrund.  

Schätzungsweise leben heute zwischen acht und zehntausend Elefanten im Niassa Wildreservat, die man mit etwas Glück zu sehen bekommt. Auch etwa fünftausend Ducker sollen sich schätzungsweise in den Dichten Wäldern aufhalten sowie mindestens zweitausend Büffel und dreitausend Zebras. Flusspferde kommen nur selten vor, weil Sie besonders stark gewildert wurden. Krokodile hingegen sieht man schon etwas öfter. Auch die Population von Kudus, Impalas, Elen- und Rappenantilopen ist stabil. Eine Besonderheit sind die seltenen Niassa-Gnus. Auch große Jäger wie Löwen, Leoparden, Afrikanische Wildhunde und Hyänen sind vertreten. Die Vogelwelt ist artenreich und weist über 450 unterschiedliche Spezies auf. Im Osten entlang des Lugenda Flusses halten sich meist mehr Wildtiere auf als im dichten Buschwald in den westlichen Gebieten.