Majete Wildlife Reserve

Spektakuläre Wiedergeburt eines Natur- und Wildschutzgebietes.

Formal wurde das Majete Schutzgebiet im Jahre 1955 gegründet. Es bestand jedoch lediglich auf dem Papier, da durch Wilderei zahlreiche Tierarten im ihrem Bestand stark dezimiert oder sogar ausgerottet wurden. 

Seit 2003 hat sich die Situation erheblich verbessert. Ein privates Unternehmen hat für einen Zeitraum von 25 Jahren die Konzession erhalten, den Park zu bewirtschaften.

Heute ist ein Teil des Parks von einem Schutzzaun umgeben. Die zukünftige Planung sieht vor, dass der gesamte Park eingezäunt wird, um den Tieren Schutz vor Wilderei zu bieten. Das Straßennetz wurde erneuert und ausgebaut. Neben dem Zaun sollen regelmäßige Kontrollfahrten helfen, die Tiere vor Wilderern zu schützen.

Gleichzeitig mit diesen Maßnahmen wurde ein umfangreiches Wiederansiedlungsprogramm für ehemals hier heimische Tiere gestartet. Unter anderem wurden Elefanten, Büffel, Zebras, Flusspferde und andere Wildtiere wieder angesiedelt. Insgesamt haben bis heute etwa 4000 Tiere hier wieder eine Heimat gefunden. Im zweiten Schritt wurden Großkatzen wie Löwen, Leoparden und Geparde hier wieder ansässig gemacht.

Insgesamt umfasst das Majete Schutzgebiet 70.000 Hektar im unteren Shire Tal, dessen östliche Grenze durch den Shire Fluss gebildet wird. Die Landschaft ist hügelig und von hohen Waldungen geprägt, die von grasbewachsenen Lichtungen durchbrochen werden. Im Osten herrscht eine Akazien-, Leadwood- und Marula-Bäumen geprägte Savanne vor. Die Wasserläufe sind von einem Dickicht umsäumt, während das zerklüftete Hochland im Westen vom Miombo Wäldern dominiert wird.

Einst blühte das Schutzgebiet vor Tierreichtum. Während die Flora artenreich und vielfältig ist, wird es noch eine Weile dauern, bis dies auch wieder auf die Fauna zutrifft. Trotzdem wurde in den vergangenen Jahren vieles getan, um der Tierwelt wieder auf die Beine zu helfen.

Der Bestand zahlreicher Tierarten hat um 10 % zugenommen. Eine große Anzahl von Krokodilen und Flusspferden kommt heute noch im Shire Fluss vor. Das Majete Gebiet verfügt mit 300 Arten über einen großen Vogelreichtum. Der für die Touristen zugängliche Teil des Parks ist der Nordwesten. Langfristig soll der gesamte Park für den Tourismus zugänglich gemacht werden.