Makgadikgadi und Nxai Pan Nationalpark

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Die Makgadikgadi & Nxai Pfannen liegen im Central District Botswanas, südöstlich des Okavango Deltas und bestehen aus vier verschiedenen Gebieten. Die Makgadikgadi Salzpfannen erstrecken sich über ein Gebiet von insgesamt etwa 12.000 km2 – die größten Salzpfannen auf dem Planeten. Teil davon sind die 6.500 km2 große Ntwetwe Pan und die etwas kleinere Sua Pan, die von einer Vielzahl kleinerer Pfannen umgeben sind.

Nördlich dieser Pfannen liegt der Nxai Pan Nationalpark zwischen Sanddünen, Felsinseln, Halbinseln und Wüste.

Der Makgadikgadi Pan Nationalpark schließt das westliche Ende der Ntwetwe Pan, weitläufiges Grasland und Akazienwälder mit ein. Der Boteti Fluss bildet die westliche Grenze des Parks und im Norden schließt der Nxai Pan National Park an.

Makgadikgadi Salzpfannen

Die Makgadikgadi Pans sind die Überbleibsel eines riesigen Sees, der einst fast den gesamten Norden Botswanas bedeckte und von Flüssen gespeist wurde, die Salze von ihren Einzugsbereichen eintrugen.

Die Ntwetwe und Sua Pfannen sind geprägt von weiten Ebenen, bedeckt mit weißem Sand der bis zum Horizont reicht. Hier kann auf den Pfannen übernachtet werden. Durch die extrem hohe Salzkonzentration wächst auf den Pfannen selbst nichts, die Ränder sind allerdings grasbedeckt. Abgesehen von wenigen Wüstentieren und den braunen Hyänen die an den Rändern der Pfannen leben, sind auf den Pfannen keine Tiere zu finden. Daraus resultiert die unvergessliche Landschaft der Salzpfannen mit atemberaubenden Sonnenauf- und -untergängen. Der berühmteste Entdecker Afrikas, Dr. David Livingstone, überquerte diese Pfannen im 19. Jahrhundert indem er sich an zwei riesigen Baobabs orientierte, die zwischen 3.000 und 4.000 Jahren alt sind.

Alle Camps auf den Salzpfannen befinden sich auf, oder neben der Ntwetwe Pfanne im Westen des Pfannen-Komplexes und bieten Quadausflüge auf die Pfannen an, Besuche zu den zutraulichen Erdmännchen, archäologische Wanderungen als auch kulturelle Einblicke in das Leben der San Leute. Seit kurzem werden auch Ausflüge zu Pferd angeboten, wodurch man die Pfannen auf eine ganz besondere Art und Weise erkunden kann. Alle Aktivitäten hängen jedoch von den Wetterbedingungen ab, da der kleinste Regenfall schon dafür sorgen kann, dass die Pfannen nicht mehr befahrbar sind.

Während der Regenzeit in den ersten Monaten des Jahres, während Aktivitäten in diesem Gebiet nur beschränkt angeboten werden können, ist die Hauptattraktion dieser Camps die Wanderung tausender von Zebras und Gnus.

Nach mehreren Jahren mit viel Regen verwandeln sich die Pfannen in einen blauen See. Wasser plätschert leise am Ufer während es über den Kiesstrand fließt und ist ein sicheres Anzeichen für den riesigen, prähistorischen See der Makgadikagdi ist. Durch das Flutwasser werden Flamingos angezogen die manchmal in Schwärmen auftreten. Das Spektakel ist zwar überwältigend, jedoch leider nur von kurzer Dauer und schwer vorhersehbar. Camps auf, und um die Pfannen sind das Camp Kalahari, Jacks Camp, und das saisonabhängige San Camp welches nur während der Trockenzeit offen ist.

Die Sua Pan ist die östlichste der großen Pfannen. Sie ist nur durch einen dünnen Streifen Gras von der Ntwetwe Pan getrennt. Eines der beliebtesten Reiseziele im Makgadikgadi Gebiet ist Kubu Island, eine Felsinsel in der Nähe des südwestlichen Ufers von der Sua Pfanne. Die halbmondförmige Insel ist in etwa 1 km lang und ist nur durch mehrtägige Quad-Bike-Ausflüge von Camp Kalahari, Jack's Camp und San Camp aus, oder von Besuchern die selbst mit dem Auto unterwegs sind, Auto erreichbar. Neben der unheimlichen Einsamkeit dieses abgelegenen Gebietes und seiner atemberaubenden Schönheit ist Kubu reich an archäologischen und historischen Überbleibseln aus der frühen Besiedlung durch den Menschen und der jüngeren Geschichte der Gegend. Heutzutage können immer noch Werkzeuge und Pfeilspitzen aus der Steinzeit an den Ufern dieser winzigen Insel gefunden werden. Eine runde Steinmauer und Steinhaufen lassen vermuten, dass Kubu ein Teil der Hochkultur des Great Zimbabwe Empires war, welches sein Zentrum in Masvingo, im heutigen Zimbabwe hatte.

Gweta

200km östlich von Maun und 100 km westlich von Nata befindet sich die kleine Stadt Gweta. Gweta ist bekannt für Budgetunterkünfte die Ausflüge zu den Makgadikgadi Salzpfannen und dem Nxai Pan Nationalpark möglich machen und somit eine kostengünstige Alternative für diejenigen bieten, die nicht so viel Geld ausgeben wollen. Beide Lodges in Gweta bieten Tagesausflüge zu den Pfannen und Ausflüge zum Übernachten auf den Salzpfannen an. Die Fahrt dauert mit einem Wildbeobachtungsfahrzeug ca. 2 bis  2 ½ Stunden. Keine der Lodges befindet sich direkt an den Pfannen, aber Ausflüge dorthin können problemlos organisiert werden. Außerdem können kulturelle Besuche eines Dorfes unternommen werden. Bei diesen Besuchen treffen Sie jedoch nicht die San Buschmänner sondern besuchen lokale Schulen und Rinderfarmen, um einen Einblick in das traditionelle Leben in Botswana zu bekommen und traditionelle Mahlzeiten zu kosten.

Nata Bird Sanctuary

Das Nata Bird Sanctuary ist Botswanas erstes Naturschutzprojekt, das von Mitgliedern der vier ansässigen Gemeinden geleitet wird. Es ist ein gutes Beispiel einer nachhaltigen Nutzung von Wildtieren, die den einheimischen Gemeinden direkte finanzielle Vorteile bringt. Die Einnahmen der Tourimus-Aktivitäten im Bird Sanctuary werden von den vier Gemeinden geteilt und kommen deren jeweiligen Entwicklungsprojekten zu Gute.

Mit einer Fläche von 250 km2 umfasst das ökologisch sehr sensible Gebiet sowohl Grasland als auch Salzpfannen und bietet einen einfachen Zugang zu den Salzpfannen und saubere und günstige Campingplätze. In der Hochsaison sind die Vogel- aber auch Wildtierbeobachtungen gut. Wenn das Regenwasser auf den Pfannen steht versammeln sich hier Tausende von Flamingos, Pelikanen, Enten und Gänsen. Ein erhöhter Ansitz bietet ein unschlagbares Panorama auf die Pfannen. Etwa 3.000 Kühe, die den Mitgliedern der vier Gemeinden Nata, Maphosa, Sepako und Manxotae gehören, wurden für die Gründung des Nata Bird Sanctuarys freiwillig umgesiedelt. Das Sanctuary öffnete 1993 zum ersten Mal seine Tore für die Öffentlichkeit und wurde im selben Jahr mit dem Tourism for Tomorrow Award der südlichen Hemisphäre ausgezeichnet.

Makgadikgadi Pan National Park

Der Makgadikgadi Pans Nationalpark beinhaltet nur einen kleinen Teil der Ntwetwe Pfanne. Die meisten der Salzpfannen liegen außerhalb des Nationalparks. Der Makgadikgadi Pan National Park besteht aus sehr verschiedenen Habitaten, wie Galeriewälder entlang des Boteti Flusses, dichtes Buschland, offenes Grasland mit Palmen und ganz im Osten die riesigen Salzpfannen. Der Boteti Fluss bildet die westliche Parkgrenze und dient als Drainage des Okavango Deltas. Er fließt durch das trockene Land der Kalahari bis zum Lake Xau und versorgt auf seinem Weg eine große Vielfalt an Leben.

Das Boteti Gebiet im Westen des Parks ist bekannt für seine großen Zebra- und Gnuherden welche sich nach der Regenzeit (April/ May) auf Ihre jährliche Wanderung von den Salzpfannen zu diesem Gebiet begeben.

Zwischen Mai und November sind die Ebenen im Osten ausgetrocknet und geschätzte  20.000 Zebras, 8.000 Gnus und hunderte von Elefanten versammeln sich entlang des Botetis auf der Suche nach Wasser. Wenn die Regenfälle später im Jahr (Oktober/ November) beginnen, wandern die Zebra- und Gnuherden dann wieder zurück zu den Salzpfannen. Der Fluss trocknete in den 90er Jahren aus aber in den letzten Jahren begann der Boteti River wieder zu fließen. Das Resultat davon ist, dass sich die Wildtiere an dem Fluss verteilen können, anstatt sich , wie in der Trockenzeit, auf Wasserlöcher konzentrieren zu müssen.

In dem Boteti Gebiet gibt es zwei Lodges, Leroo la Tau und Meno a Kwena. In beiden Unterkünften kann man den Boteti River gemütlich von der Lodge/ dem Camp aus beobachten oder Pirschfahrten in den Makgadikgadi Nationalpark unternehmen. Der Boteti ist ziemlich weit von den Salzpfannen entfernt. Daher wird es empfohlen, dass man einen Ausflug zu den Salzpfannen nur verbunden mit einer Übernachtung auf den Pfannen unternimmt (wenn man drei Nächte oder länger in der Gegend verbringt). Auch wenn Erdmännchen in der Gegend gesehen werden können, sind sie nicht zutraulich und können daher nicht wie in den Lodges in der Ntwetwe Pfanne mit Touristen zusammengebracht werden.

Nxai Pan National Park

Der Nxai Pan Nationalpark liegt nördlich der Makgadikgadi Pfannen und umfasst eine Fläche von 2600 km2.  Obwohl der Nxai Pan Nationalpark mehrere große Pfannen umfasst welche einst ein riesiger Salzsee waren gehört der Park nicht zu dem Gebiet auf das sich Leute generell beziehen, wenn sie über die Makgadikgadi Salzpfannen reden. Dieses Gebiet setzt sich zusammen aus der Nxai Pan, der Kgama-Kgami Pan und der Kudiakam Pan welche heutzutage mit Gras und vereinzelten Inseln aus Akazienbäumen bedeckt sind. Die kleineren umgebenden Pfannen füllen sich während der Regenzeit mit Wasser und stellen somit eine reichhaltige Quelle für Wildtiere da. In dem Nxai Pan Nationalpark gibt es nur eine lodge, das Nxai Pan Camp. Ansonsten kann man das Gebiet mit einem privaten Fahrzeug oder durch eine Mobile Safari erreichen.

Die Highlights des Parks sind seine Wasserlöcher, an welchen sich während der Trockenzeit einige von Afrikas dramatischsten Interaktionen zwischen Raubtieren und ihrer Beute beobachten lassen. Durstige Tiere müssen hier in voller Sichtweite der Löwen zum Trinken herkommen und die Luft ist mehrfach täglich voller Staub, wenn die Raubtiere versuchen ihre Beute zu reißen. Diese Interaktionen sind so dramatisch, dass der legendäre IMAX-Film “Roar: Lions of the Kalahari” an einem der Wasserlöcher des Parks gefilmt wurde.

Etwa 20 km südöstlich der Nxai Pan findet man den wunderschönen Kudiakam Pan Komplex. Abgesehen von der großen Dichte an Wildtieren ist die Kudiakam Pan auch für die 'Baines' Baobabs' berühmt. Diese sind eine Gruppe von sieben riesigen, knorrigen Baobabbäumen, die auch als die „seven sisters“ (sieben Schwestern) oder die „sleeping sisters“ (schlafende Schwestern) bekannt sind und die von Maler und Entdecker Thomas Baines im Mai 1862 auf Leinwand festgehalten wurden. Er und sein Mitentdecker James Chapman reisten auf ihrer zweijährigen Reise von Namibia nach Victoria Falls durch dieses Gebiet.