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Die große Tiermigration

Wer den Jahrtausende alten Rhythmus der Great Migration hautnah auf einer Safari in Ostafrika miterleben möchte, sollte zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

Die große Tierwanderung folgt einem Jahrtausende alten jährlichen Rhythmus von den endlosen Ebenen der südlichen Serengeti über den westlichen Korridor und der Überquerung des Mara River im Nordwesten bis hin zu den Steppen der Massai Mara und über den Nordosten der Serengeti wieder zurück in den Süden. 

Die Wanderung riesiger Gnu- und Zebraherden durch das Serengeti - Massai Mara Ökosystem gehört nicht nur zu den größten Naturspektakeln der Erde, sondern zählt auch zu den Top 10 Ereignissen, die man im Leben einfach gesehen haben muss. Wenige Reiseerlebnisse in Afrika sind vergleichbar mit der dramatischen Überquerung des Mara River, die tausende Tiere auf der Suche nach neuen Weidegründen erfolgreich bewältigen müssen - unter ständiger Verfolgung von Löwen, Geparden, Leoparden und Hyänen. Der reißende Fluss an der Grenze zwischen Tansania und Kenia stellt ein schier unüberwindbares Hindernis und die größte Herausforderung zwischen beiden Ökosystemen dar. Nicht nur die steilen Hänge machen den Vierbeinern zu schaffen, sondern auch die Krokodile im Wasser, die ihrer Beute bereits auflauern.

Eine Safari zur Tiermigration planen - Kenia oder Tansania?

Lesen Sie hier, wann Sie wo die besten Chancen auf großartige Tiersichtungen haben.

Januar - März: Geburt der Jungtiere im Süden der Serengeti

Die Gegend um Ndutu zeichnet genau das Landschaftsbild, das der Serengeti ihren Namen gibt - "Endlose Weiten", wohin das Auge reicht. Hier, im Süden der Serengeti kommen in den Monaten Januar und Februar die Jungtiere der Gnus und Zebras zur Welt und die flachen Ebenen verwandeln sich in einen satt-grünen Teppich, der über und über mit zahllosen Gnus und Zebras schwarz gesprenkelt erscheint. Nicht selten kommt es vor, dass Gäste die Geburt eines Kälbchens miterleben können, weshalb die beiden Monate als Reisemonate immer beliebter werden und längst kein Geheimtipp mehr sind. Dennoch sind Tierbeobachtungen dank einer nicht allzu großen Anzahl an Safaricamps möglich. Wer ein rustikales Buscherlebnis sucht, für den ist das Halisi Camp zu dieser Jahreszeit genau das richtige. Eine exklusive Unterkunft finden Sie in den Camps Dunia, Kusini, Lemala, Serengeti Pioneer und Lake Masek. Gäste mit Kindern sind in der Ndutu Safari Lodge gut aufgehoben.     

April bis Juni: Moru Kopjes & Überquerung des Grumeti River im Western Corridor

Im April wandern die Tiere von den Naabi Hills im Süden der Serengeti den Mbalageti Fluss entlang, bis sie schließlich den Grumeti erreichen. In diesen Monaten paaren sich die Gnus in dieser Gegend. Die Regenfälle bis Mitte Mai machen die typische "black cotton soil" Erde teilweise unbefahrbar. In guter Lage für Tiersichtungen befinden sich die Camps Grumeti Migration, Ikoma, Kirawira, Mbuzi Mawe, Mbalageti sowie die Simba Safari Lodge. Den Western Corridor erreicht man am besten über Seronera in der zentralen Serengeti, die ein wichtiges Etappenziel aus der Ngorongoro Conservation Area kommend darstellt. In Seronera finden sich das ganze Jahr über Tiere, die der Tiermigration nicht folgen, darunter Löwen und Leoparden sowie ein breit gefächertes Angebot an Safaricamps und Lodges, z.B. Serena, Sopa, Halisi, Tortilis und Lemala Ewanjan. Man sollte mindestens eine Nacht auf der Hin- und Rückfahrt in den Western Corridor hier einplanen.

Juli: Überquerung des Mara River zwischen Serengeti und Massai Mara

Im Monat Juli sind die riesigen Herden an Gnus und Zebras im Norden der Serengeti angekommen und stehen vor Ihrem wohl größten Hindernis - der dramatischen Überquerung des Mara River, der sowohl den Nordwesten der Serengeti als auch den Westen der Massai Mara durchzieht und die natürliche Grenze der beiden Ökosysteme darstellt. Eine Safari ist in diesem Monat sowohl in der Massai Mara als auch in der Serengeti empfehlenswert. Der Kogatende Airstrip im Nordwesten der Serengeti wird von Arusha aus täglich angeflogen und Liebhaber luxuriöser Safaricamps, z.B. Sayari, Migration, Kuria Hills, Lamai und Kirurumu genießen in der von wenigen Besuchern frequentierten Gegend exklusive Safarierlebnisse. Wer etwas mehr Zeit in der Serengeti verbringen und mit dem Jeep nach Kogatende fahren möchte, sollte das Zentrum um Seronera unterwegs nicht auslassen und ein paar Nächte hier verbringen.

August - Oktober: Die Weidegründe der Massai Mara 

In diesen Monaten bietet die Massai Mara eine unschlagbare Naturkulisse für fantastische Safarierlebnisse auf - für afrikanische Verhältnisse - engem Raum. Im Gegensatz zu ihrer "großen Schwester", der Serengeti, ist die Massai Mara zwar klein, aber von ihrer Vielfalt her kaum zu übertreffen. Und das nicht nur, was die Fülle an Wildtieren und großen Raubkatzen angeht, sondern auch die Möglichkeiten an abwechslungsreichen Safariaktivitäten. Eine Fahrt mit dem Heißluftballon über den Mara River, eine Wandersafari in den umliegenden Conservancies und ein Picknick im Busch - da die Massai Mara keinen offiziellen Nationalparkstatus hat, sind diese Aktivitäten hier möglich. Der Mara River im Westen der Massai Mara ist der wohl spektakulärste Ort, um die Überquerung des Mara River hautnah zu erleben. In hervorragender Lage finden sich hier z.B. die Camps Governor's Main, Little Governor's, Nkorombo, Mara Ngenche und die Serena Lodge.

November - Dezember: Auf dem Weg zurück in den Süden der Serengeti

Der Weg zurück in die südliche Serengeti führt die Gnu- und Zebraherden über den Nordosten und Seronera wieder nach Ndutu. Mitte Oktober machen sich die ersten Herden auf den Weg und verlassen die Massai Mara Richtung Bolongonya und Lobo, was bereits auf tansanischer Seite liegt. Die Gegend um Lobo im Norden der Serengeti ist durch ein von Akazien durchwachsenes Buschland mit einer fantastischen Aussicht auf die Loita Hills im Osten der Massai Mara geprägt. Wer zu dieser Jahreszeit auf Safari ist, sollte auf jeden Fall einen Abstecher nach Lobo machen. Dies entweder über den Lake Natron kommend oder aus der Ngorongoro Conservation Area kommend über Seronera. Die Lobo Wildlife Lodge ist auch für Familien mit Kindern gut geeignet. Das luxuriöse Buffalo Camp liegt etwas außerhalb des Serengeti Nationalparks. Hier vor den Toren der Serengeti sind auch Naturwanderungen in Begleitung eines Rangers und eines geschulten Guides möglich.       

Die Migration auf einen Blick