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Usambara Berge

Dieses küstennahe Gebirge, von der Nordspitze Sansibars aus gut sichtbar, bildet einen Teil der Eastern Arc Mountains.

Die Usambara-Berge werden durch den Lwengera River in die waldreichen East Usambara und die etwa viermal so großen East Usambara Mountains geteilt, wie der 2219 m hohe Shagein der 2230 m hohe Magamba und der 2301 m hohe Chambolo, befinden und wo sich an den Osthängen bei Bumbuli Teeplantagen erstrecken. Viele Flanken des Gebirges fallen fast senkrecht in die Ebene ab und bieten vielerorts sagenhafte Ausblicke.

Etwa 50 km landeinwärts wirken die Berge wie eine Wand, welche die wassergefüllten Wolken, die sich über dem Ozean bilden, „festhält“ und dazu führt, dass durchschnittliche Niederschlagsmengen von über 2000 mm im Jahr die Regel sind. Die Temperatur schwankt zwischen 13° und 22° C, zwischen August und Oktober sind Fröste keine Seltenheit. Wegen des angenehmen und malariafreien Klimas sind die Berge schon seit langem bevorzugtes Siedlungsgebiet.

In den letzten Jahrzehnten machten den Usambara-Bergen der Anstieg der Bevölkerungszahl und die damit verbundenen, flächenhaften Abholzungen zu schaffen. Die natürliche Urwaldvegetation wurde von der Landwirtschaft mehr und mehr zurückgedrängt, was bei Regen auch den Abrutsch furchtbarer Hangerde verursachte. Mit langjähriger Hilfe der GTZ (heute GEZ) und anderer Entwicklungsgesellschaften konnte den Erosionsprobleme und den unkontrollierten Abholzen Einhalt geboten werden. Dennoch: Heute sind nur noch etwa 30% des einstigen Urwaldes vorhanden, beschränkt in den West-Usambaras auf die Waldinseln Shagayu Forest, Magamba Mikuzu Forest und Bumbuli Baga Forest (insgesamt nur 340 km²). In den Ost-Usambaras steht nur noch der Magoroto Forest im Amani Nature Reserve unter Schutz. Aufforstungsfläche zählen mittlerweile immerhin 80 km².

Im Vergleich zu den eher trockenen Ebenen im Umland ist die Vegetationsvielfalt in und um die oft von Wolkenschleiern verhangenen Waldregionen geradezu berauschend. Über 2800 verschiedene Pflanzenarten sind in den Usambara-Bergen heimisch, und etwa ein Viertel davon wächst an keinem anderen Ort der Welt! Wie wichtig der Bestand der Wälder ist, zeigt schon die hohe Biodiversität um am Beispiel des Magoroto Forest. Auf gerade mal 2,3 km² Fläche finden sich 109 verschiedene Baum- und Pflanzenarten, 27 Säugetierarten, 82 Vogelarten und jeweils 29 Reptilien und Amphibienarten.

Das bekannte Usambara-Veilchen (engl. African Violet) wurde um die vorletzte Jahrhundertwende vom damaligen Bezirksamtmann von Tanga, Baron Hofmarschall Walter von Saint Paul-Illaire (1893-1900), in den östlichen Usambaras entdeckt; daher auch der lateinische Name Saintpaulia ioantha. Oftmals viel gegenwärtiger sind jedoch Obst und Gemüse, welche zum Teil das ganze Jahr über in den Bergen gedeihen. Es verblüfft angesichts der tropischen Sonne und des schwülheißen Klimas schon, wenn man in Dar es Salaam an Straßenständen voll beladen mit Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Aprikosen, Weintrauben, Erdbeeren usw. vorbeischlendern. Eine Bauern-Kooperative beliefert ein paar namhafte Hotels sowie Gemüse- und Obstläden in der Hauptstadt regelmäßig mit Gemüse und Früchten (selbst Spargel ist im Angebot – wenn auch selten).

Für Besucher der Usambara-Berge bietet sich eine Fülle von Besichtigungs- und Wandermöglichkeiten mit den Orten Lushoto in den West- und Sigi/Amani in den East-Usambara Mountains als optimalen Ausgangsorten.

Blick vom Irente View Point | Foto: M. Hirschberg
Kleine Trekkingtour
3 Tage ab/bis Moshi
Usambara Zweihorn-Chamäleon | Foto: M. Hirschberg
Wasserfälle und Waldreservate
4 Tage ab/bis Moshi
Usambara Mountain Magic
6 Tage ab/bis Moshi